Michael Collins als Triebfeder für all die Vergessenen!

Wer zum Geier ist Michael Collins? Das ist die Frage, die sich die Mehrzahl der Leser dieses Beitrags jetzt stellen.

Einige werden sagen: „Michael Collins,… hab ich schon mal gehört. Aber wo, verdammt noch mal? Bei welchem Verein spielt der nochmal?“ Und dann gibt es die wenigen schlauen, belesenen oder weltgeschichtlich Interessierten unter Ihnen, die wissen, wer Michael Collins ist. Für alle anderen sei gesagt: Michael Collins war der dritte Mann von Apollo 11, der NASA-Mission die zwei Männer auf den Mond und wieder zurück brachte.

Jeder kennt Neil Armstrong. „Ein kleiner Schritt für einen Menschen, blablabla.“ Viele kennen vielleicht noch Edwin „Buzz“ Aldrin, den zweiten Mann auf dem Mond. Aber hier würden (mal ehrlich) die Meisten schon den Publikumsjoker ziehen.

Warum ist das so?

Ganz einfach. Niemand will den ersten Verlierer feiern. Wenn man fragt, wer bei der letzten Fußball EM gewonnen hat, sagen alle im Chor: „Portugal!“ Fragt man aber nach, gegen wen, wird schon die ein oder andere Backe aufgeblasen.

Na,… wissen Sie es noch?

Die Franzosen waren es! Hand auf‘s Herz, haben Sie es auf Anhieb gewusst? Ich nicht, ich habe es „gegoogelt“! Und ich bin Fußballfan!

Michael Collins und die Franzosen haben eine herausragende Leistung vollbracht. Eine, die die wenigsten Menschen dieser Welt zu vollbringen in der Lage sind. Sie haben Geschichte geschrieben! Und im Falle von Michael Collins ist es sogar noch schlimmer, denn er war der wichtigste Mann der Mission. Wäre er nicht in seiner Kapsel geblieben und hätte die Herren Armstrong und Aldrich vom Mond wieder abgeholt, wären die beiden da oben verschimmelt!

„Lieber tot, als zweiter!“, ist ein Spruch der es trifft! Denn niemand ist unglücklicher als der Zweite. Weil man dann nämlich denkt: „Verdammt, ich hätte gewinnen können.“ Ist man Dritter, ist man total glücklich, weil man denkt: „Puh, ich hätte Vierter werden können.“ Das ist doch krank!

Was ich damit sagen will: Habt mehr Selbstvertrauen, liebe Leser. Wenn Ihr irgendetwas gut gemacht habt, freut Euch! Seid zufrieden mit Eurer Leistung, seid stolz und froh. Und viel wichtiger, honoriert eine Leistung von einem Sportler, einem Politiker (ja, auch die!), einem Sozialarbeiter, einem Feuerwehrmann, einem Rettungssanitäter/-assistenten (ein Dankeschön genügt!) und all den Menschen, die jeden Tag eine außergewöhnliche Leistung vollbringen. Sei es im Sport, in der Wirtschaft oder in der Nachbarschaft. Denkt auch mal an die in der zweiten Reihe, die sich nicht ständig selbst auf die Schulter hauen, wie toll sie doch sind. Geht weg vom Elitedenken, denn alle sind ein Rädchen im Getriebe;… der Eine mehr, der Andere weniger. Aber selbst der Dümmste, kann wenigstens noch als schlechtes Beispiel wichtig sein.

Also, nicht immer gleich meckern, wenn die deutschen Sportler nicht den Medallienspiegel gewinnen und der Gomez die Pille drüber haut. Allein, um zu Olympia oder einer WM zu kommen, muss man eine außergewöhnliche Leistung vollbringen und vieles Opfern. Und auch dein Nachbar hat vielleicht in seinem Leben mal etwas Wichtiges für irgendjemanden getan… es steht ihm nicht auf der Stirn.

Selbst wenn der olle Muffkopp nie grüßt!

Bis dahin

Ihne Ihrn

Meddi Müller



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Veröffentlicht24. April 2017 von meddi in Kategorie "Uncategorized