Der Eierschalensollbruchstellenverursacher als Leitfaden für weibliche Empathie der männlichen Denkweise!

Heute möchte ich einmal nicht über weltliche Themen, die mich und viele normaldenkende dieses Planeten beschäftigen schwadronieren, sondern der weiblichen Klientel meiner Leserschaft einen Leitfaden für das bessere Verständnis der Denkweise der männlichen Ausgabe unserer Spezies mitgeben. Um das zu erreichen, nehmen wir als Beispiel den Eierschalensollbruchstellenverursacher. Diese geniale Erfindung löst bei meiner Frau immer wieder ungläubiges Kopfschütteln aus. Wie kann man nur so einen Quatsch kaufen?

Bevor ich diese Frage ausgiebig beantworte, möchte ich zunächst einmal erklären, was ein Eierschalensollbruchstellenverursacher eigentlich ist. Das Gerät sieht nicht nur elegant aus, nein, es ist auch Sinnbild männlicher Denkweise.

Beim Eierschalensollbruchstellenverursacher handelt es sich um ein metallisches Gerät, mit dem man sein Frühstücksei Köpfen kann. Ich gehöre zu der Sorte Mensch, die ihr Ei köpft.  Das Gegenstück zu meiner Methode ist, … das Aufklopfen. An dieser Stelle der Hinweis: Einmal Klopfen genügt in der Regel. Das ist ein Ei und keine Trommel!

Zurück zum Thema. Der Eierschalensollbruchstellenverursacher sieht aus, wie eine zu klein geratene Tauchglocke mit einer Antenne. Auf dieser „Antenne“ befindet sich eine Stahlkugel. Die „Tauchglocke“ setzt man auf sein Ei (passt perfekt), dann hält man den Eierschalensollbruchstellenverursacher mit der einen Hand oben fest, hebt die Kugel entlang der Antenne nach oben und lässt sie Fallen. Uuuund Zack,… hat man eine Sollbruchstelle in der Eierschale. Man greift nun das Ei, drückt entlang der Sollbruchstelle vorsichtig mit den Fingern und hebt den so geschaffenen Deckel ab. Wahlweise kann man auch an der entstandenen Sollbruchstelle das Messer ansetzen und das Ei aufschneiden. Zum Vorschein kommt das perfekt geöffnete Ei. Sieht aus, wie aus dem Ei gepellt.

Wahnsinn! So schnell kann man(n) das perfekte Frühstückseiöffnungserlebnis genießen.

Meine Frau versteht das nicht. Ich denke, viele andere Frauen werden das auch nicht verstehen. Da ich ja mit meinen Gedankengängen auch die ein oder andere Frau erreiche, möchte ich zu folgender einfacher Erklärung kommen:

Es gilt in der Regel der Leitsatz: Wir brauchen es nicht, aber wir wollen es haben!

Männer sind so! Wer braucht einen Eierschalensollbruchstellenverursacher? Wer braucht einen ferngesteuerten Minihubschrauber? Warum wird man verrückt, wenn die Fußballmannschaft verliert, bei der man noch nicht mal mitspielt? Warum erfreut man sich an einem gut klingenden Rülpser? Warum wollen Männer weniger reden als Frauen und immer nur das Eine?

Ganz einfach: Weil wir so sind!

Ihr Frauen mögt ja intelligenter, multitaskingfähiger, schöner, kultivierter und insgesamt auch besser sein als wir Männer. Aber wir sind glücklich, so wie wir sind. Selig sind die geistig Armen! Am wohlsten fühlen wir uns, wenn wir an den Kleinigkeiten des Lebens kindliche Freude erleben.

Wie eben an einem Eierschalensollbruchstellenverursacher. Allein das Wort ist schon ein Sinnbild für Männlichkeit. Das hört sich nach unheimlich komplizierter Wissenschaft an.

Natürlich könnte ich mein Ei mit dem Messer Köpfen oder es mit dem Löffeln zertrümmern. Will ich aber nicht! Ich will eine Sollbruchstelle mit meinem Werkzeug verursachen und das Ei an der von mir geschaffenen Sollbruchstelle öffnen. Das hat was animalisch Überlegenes! Versteht ihr? Das ist umständlich und kompliziert. Das macht mich stolz. Es ist schön!

Was ich eigentlich sagen wollte: Versucht erst gar nicht uns zu verstehen, meine Damen. Wir haben es doch auch schon vor Generationen aufgegeben, euch zu ergründen. Es bringt nix. Männer sind so, FERTIG! Wenn ihr das begriffen habt, sind wir gar nicht so schwer zu ertragen.

Bis dahin

lesen Sie wohl

Ihne Ihrn

Meddi Müller

P.S.: So sieht das Ding aus!



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Veröffentlicht10. Mai 2017 von meddi in Kategorie "Blog