Der Dunning-Kruger-Effekt als Auslöser für den persönlichen Aha-Effekt

Liebe Leser,

wie oft haben Sie sich schon gefragt, wie der oder die seine/n Stellenwert erreichen konnte. Wie kann es sein, dass ich ständig meinen Chef korrigieren muss. Oder wie oft haben wir es erlebt, dass im Verein der besserwisserische Vorsitzende alles Vernünftige abblockt und seinen Willen durchsetzt. Das alles passiert Tag für Tag in dieser unseren Republik. Alles nicht so schlimm. Schlimm wird es erst, wenn der Vorgesetzte oder Vorsitzende offensichtlich falsche Entscheidungen trifft und diese für richtig hält. Und ganz schlimm wird es dann, wenn er/sie daraus weiteres Selbstvertrauen für weitere fatale Fehler schöpft.

Und schon sind wir beim Dunning-Kruger Effekt.

Die Entdeckung dieses Effektes wurde  im Jahr 2000 mit dem Ig-Nobelpreis ausgezeichnet. Zu Recht!

Dieser Effekt besagt laut Wikipedia folgendes:

Als Dunning-Kruger-Effekt bezeichnet man eine Spielart der kognitiven Verzerrung, nämlich die Tendenz inkompetenter Menschen, das eigene Können zu überschätzen und die Leistungen kompetenterer Personen zu unterschätzen.

Zu Deutsch: Der ist blöd und merkt es nicht!

Man kann also dem Betroffenen noch nicht einmal einen Vorwurf machen. Diese Menschen strotzen vor Inkompetenz, halten sich aber selbst für kompetent. Und noch viel schlimmer, sie unterschätzen den kompetenteren Gegenüber. Das ist verrückt, aber alltäglich!

Bestimmt kennt jeder von Ihnen einen solchen Menschen.

Welche Schlüsse ziehen wir nun daraus?

Wir können nun, da wir wissen, woran unser Chef/Vorsitzender leidet, anders mit ihm umgehen. Wir begegnen ihm/ihr nun mit einem Lächeln, denn wir haben einen Wissensvorsprung. Der unter Dunning-Kruger Erkrankte erscheint für uns nun in einem anderen Licht. Wir können nun statt grenzenloser Wut, Unverständnis und Frustration ein weiteres Gefühl entwickeln. Mitleid! Das macht es sehr viel einfacher. Wir wissen ja nun, woran es liegt, dass dieser Mensch ist, wie er ist. Das einzige Problem, das bleibt, ist die nicht vorhandene Therapiefähigkeit. Damit müssen wir uns einfach abfinden und darauf hoffen, dass der Erkrankte in Rente geht, sein Vorgesetzter die Krankheit erkennt und ihn rauswirft bzw. für ihn neue Aufgabengebiete wie Altpapiersortierung oder Topfblumenpflege findet oder einfach, dass er/sie stirbt.

Der unter Dunning-Kruger Leidende war blöd, ist blöd und wir es immer bleiben…, da kann man nix machen.

Es gibt Dinge auf dieser Erde, die muss man einfach akzeptieren. Dinge, wie dem fehlenden Rückgrat eines Politikers, dem nie zu erreichenden Frieden im Nahen Osten, dass Schule doof ist, der Tatsache, dass Männer nie erwachsen werden und eben die Unheilbarkeit der fortgeschrittenen Inkonti… äh, Inkompetenz.

Aber wenigstens können wir nun damit umgehen.

Bis dahin

Lesen Sie wohl

Ihne Ihrn

Meddi Müller



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Veröffentlicht18. Mai 2017 von meddi in Kategorie "Uncategorized