Von Idioten umzingelt

Liebe Leser,

Geht es Ihnen auch so. Ständig sind Sie genervt von den Menschen um Sie herum, die so dermaßen dumm sind, dass es an Körperverletzung grenzt? Ihnen gehen manche Menschen durch ihre bloße Anwesenheit auf den Zeiger? Sie wollen nicht dieselbe Luft atmen wie dieser Mensch? Sie können diese Fragen mit „Ja“ beantworten?

Dann willkommen im Club!

Es gibt Dinge, die gehen mir tierisch auf den Sack. Es fängt an, mit den Menschen, die am Ende einer Rolltreppe ein Schwätzchen halten. Die sollte man mit der Nase über die Metallzinken der Rolltreppe ziehen, damit sie mal sehen, was das für schöne Verletzungen das verursacht. Die stehen da und merken nichts, und die ganze Bande auf der Rolltreppe stolpert sich eins. Das macht mich rasend.

Konfirmation im Hause Müller. Es war ein wunderbarer Tag. Alles hat gepasst. Gutes Wetter, guter Pfarrer, selbst der (pubertierende!) Junge war gut drauf. Alles war super.

Aber ein Idiot, war wieder dabei. Da bittet der Pfarrer an Beginn des Gottesdienstes (schlimm genug, dass er das tun muss) darum die Handys auszuschalten. Und genau in dem Moment (kein Witz!!) klingelt hinter mir ein Handy. Ist das auszuhalten? Nein, auf keinen Fall. Da bekommt man Gewaltfantasien, obwohl man in der Kirche sitzt.

Doch damit nicht genug!

Da gibt es doch tatsächlich Angehörige, die zu spät in die Kirche kommen und randalierend die Tür öffnen. Das ist doch kein Kino, Herrschaften! Kann man denn noch nicht mal bei so einer Zeremonie, die für das Kind einschneidend ist, pünktlich sein? Hatten die Gedacht, die Werbung läuft noch? Haben die sich erst noch Popcorn geholt?

Überall sind diese Menschen, die mich permanent mit ihren Marotten und egoistischen Verhaltensmustern an den Rand eines Amoklaufes treiben. Entweder sie fahren zu langsam vor mir her, oder sie bremsen 600 Meter vor der grünen Ampel, denn die könnte ja bald rot werden. Oder sie gehen durch eine Tür, ohne nach hinten zu schauen, ob da eventuell noch jemand durchgehen möchte. Oder sie fahren einen Citybus, was das Schlimmste von allem ist.

Und da gibt es die Typen, die über einen für Radfahrer gesperrten Weg mit dem Fahrrad fahren und meckern, dass die Fußgänger im Weg stehen…

… verdammt, der Typ war ich. Ich habe es nicht gewusst, ehrlich! Ich schwör’s!

Oh mein Gott, es ist ansteckend.

Mist, jetzt bin ich auch so einer. Es ist wie mit Zombies. Wenn man gebissen wird, mutiert man. Oder ist es vielleicht so, dass wir alle ab und zu mal ein bisschen doof sind? Okay, ich gebe zu, ich rege mich gerne auf. Sehr gerne sogar. Wenn man aber mal darüber nachdenkt, kommt man schnell darauf, dass wir alle mal nerven. Egal ob mit Absicht oder nicht. Denn wir sind nun mal überbevölkert. Da wird es eng.

Was ich nur sagen wollte: Wir sollten ein wenig mehr nach den anderen schauen, ob wir sie vielleicht nerven mit unserem Verhalten. Ich denke, dass es allen hilft, ein wenig mehr an das große Ganze zu denken und nicht immer nur an sich selbst. Denn nur so besteht die Hoffnung, dass wir die kommende Überbevölkerung durchstehen können. Ich habe ein wenig Hoffnung für die Menschheit,… außer vielleicht für die Citybus Fahrer. Das wird nie was! Aber das, ist eine anderes Thema!

Bis dahin

Ihne Ihrn

Meddi Müller

 

Katgeorie:Blog | Kommentare deaktiviert für Von Idioten umzingelt

Bin ich wichtig?

Liebe Leser,

In meiner Eigenschaft als Berufsfeuerwehrmann öffnet sich so manche Tür, die für den „Normalsterblichen“ für immer verschlossen bleibt. Es ist natürlich nicht die Tür gemeint, die ich ab und zu mal aufbreche, wenn Gefahr im Verzug ist, sondern die Tür als Metapher. Also quasi bildlich gesprochen, die Tür die man nicht sieht… ach, lassen wir das. Meine Leser sind intelligent genug, um das zu kapieren. Alle anderen sollten jetzt wieder zurück zum Treffen der anonymen Bildungsfernen gehen.

Zurück zum Thema: Da wir als Feuerwehrbeamte von einem Hungerlohn leben müssen, ergibt sich ein paar Mal im Monat die Möglichkeit für uns, sich durch einen sogenannten Brandsicherheitsdienst etwas dazuzuverdienen. Diese Brandsicherheitsdienste finden in der Oper, im Theater, in der Festhalle, auf Messen und anderen Veranstaltungen statt. Sie sind gesetzlich ab einer bestimmten Veranstaltungsgröße und/oder Brandgefahr vorgeschrieben. Das ist gut, denn das erleichtert es mir, ein paar Rechnungen zu bezahlen. Mal abgesehen davon, beruhigt unsere Anwesenheit das Publikum. Jedenfalls meistens. Es gab da auch diese Frau, die bei meinem Anblick das Theater verlassen hatte, da ihr erst durch meine Anwesenheit bewusst wurde, dass Brandgefahr besteht. Meine Versuche, sie zu beruhigen, dass diese Gefahr nur theoretisch bestand und ich ja schließlich genau zur Verhinderung dieser da wäre, reichte nicht aus, um ihr Nervenkostüm zu besänftigen. Naja, … Psychologen wollen ja auch leben.

Bei diesen Brandsicherheitsdiensten sind wir in aller Regel neben und hinter der Bühne tätig. Und was man da so alles mitbekommt, ist durchaus interessant. Man sieht zum Beispiel so beeindruckende Dinge wie das Fluchtauto von Greg David (Kennt den jemand?) in der Feuerwehrzufahrt oder den immer stocksteifen Max Raabe an sich vorbeitanzen. Man kann Mario Adorf völlig ausgelaugt direkt nach dem Auftritt sehen, die Gitarrensammlung von Bruce Springsteen bewundern oder Mario Barth beim Kicken hinter der Festhalle zugucken und – jetzt kommt’s – man trifft eine Horde von Speichelleckern.

Diese Horde nimmt sich derart wichtig, dass es schmerzt. Man erkennt sie meist daran, dass sie im Namen der Künstler sprechen und wenn sie den Künstler erwähnen, ihn nur beim Vornamen nennen. Da fallen Sätze (immer im Tonfall des Insiders) wie: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass der XY das möchte“, „Ich rede mal mit XY.“ „Ich schau mal was sich machen lässt“ und „Wir hatten das aber mit dem XY anders besprochen“.  Sätze, bei denen man mit den Augen rollt und sich fragt, ob man mal eben schnell kotzen geht.

Diese Menschen sonnen sich im Ruhm anderer derart, dass einem wirklich übel wird. Ist das ein Minderwertigkeitskomplex  oder sind die nur schlecht erzogen? Aber, da sind wir wieder beim Psychologen.

Das Interessante dabei ist, dass die vermeintlichen Stars dann meist völlig entspannt mit der Situation und dem Trubel um sich herum umgehen, ja fast genervt sind von der Aufmerksamkeit. Sie sind das genaue Gegenteil der Speichelleckerarmee. Wenn man wirkliche Stars trifft, sind die meist völlig bodenständig und geradezu erschreckend normal. Aber die Lakeien der bekannten Menschen, sind es, die die Allüren haben … verrückt oder einfach nur peinlich?

Dann gibt es die, die sich wichtig fühlen, es nicht sind aber sich unheimlich aufpielen. Als Beispiel sei genannt, als ich Brandsicherheitsdienst bei einem Spiel der Eintracht im Waldstadion hatte. Unsere Sammelstelle ist direkt neben der Einfahrt für den Mannschaftsbus der Gästemannschaft. Bei der Ankunft des Mannschaftsbusses am Kabinentrakt von Borussia Dortmund hat ein Sanitäter, der in der benachbarten Sanitätsstation Dienst tat, es doch tatsächlich gewagt, die Kamera herauszuholen, um ein Bild von den Spielern zu machen, die gerade den Bus verließen. Sofort kam ein extrem wichtiger Parkwächter auf ihn zu und hat ihn zusammengefaltet. “Keine Fotos”, brüllte der Lauch und riss die Hand vor die Linse und ließ eine Maßregelung für den von ihm gestellten Schwerverbrecher folgen. „Meine Güte“, dachte ich mir. „Hat der Angst, dass die Seelen der Spieler gefangen werden?“ Man hätte das auch freundlich sagen können. Tja, … deshalb ist er ja auch nur Parkwächter, dachte ich mir. Ehrenwert, aber wenig ge-  und beachtet und intellektuell nicht besonders anspruchsvoll. Aber jetzt war er plötzlich für eine Sekunde wichtig. Er beschützte die Mannschaft von Borussia Dortmund vor dem teuflischen Fotografen.

Die Spieler machten mir dann aber nicht den Eindruck, als hätte sie das gestört oder auch nur bemerkt. Und den Klopp, der damals noch Trainer in Dortmund war, hat das schon gar nicht gejuckt. Der hat erstmal den Busfahrer geherzt und ist weiter gegangen.

Aber was genau sind diese vermeintlich wichtigen Leute denn? Eines schon mal nicht: Wichtig! Denn wichtig sind Krankenschwestern, Mütter, Väter, Kindergärtnerinnen, (Freiwillige) Feuerwehrleute, Polizisten, Rettungsdienstler und Ärzte. Denn die leisten ihren Beitrag zur Gesellschaft. Meist unterbezahlt und überarbeitet. So leid es mir tut, wenn Sie nicht einer dieser Gruppen angehören. Aber ich meine ja hier auch nicht die Individuen, die zufällig diesen Beruf gewählt haben, sondern die Gruppen. Und denken Sie mal darüber nach: Wie wichtig sind Sie in ihrem Job wirklich? Definieren Sie sich über ihren Job? Wenn ja, fragen Sie sich ob Sie austauschbar sind, … wie wir alle? Was passiert denn, wenn Sie krank werden? – Genau, dann macht‘s halt ein anderer! Und überhaupt, warum definieren Sie sich über Ihren Job und nicht über Ihr Privatleben?

Klar ist, dass jeder als Mensch individuell wichtig ist. Für sein Umfeld, seine Familie und seine Freunde. Auch dann, wenn er nur als schlechtes Beispiel dient. Aber im Prinzip sind wir alle nur die Summe unserer Taten. Wir haben gute und schlechte Tage. Und als Spezis sind wir allemal überflüssig. Peinlich wird es nur, wenn jemand meint, er wäre in irgendetwas wichtig und ist es eigentlich nicht. Wenn jemand denkt, er erhebt sich über andere – oder noch schlimmer, er erhbet sich durch andere über andere. Denn am Ende geht auch der Papst aufs Klo! Und spätestens da, lässt er die Hosen runter. Vielleicht liest er dort sogar den Playboy.

Was ich nur sagen wollte: An alle, die meinen, weil sie für einen vermeintlichen Wichtigen arbeiten, sie wären etwas Besseres, sei gesagt: Ihr seid austauschbar und erbärmlich. Kommt runter von Eurem Ross und zeigt Demut vor Menschen, die für ihre (vielleicht sogar lebensrettenden) Taten meist noch nicht einmal ein Dankeschön bekommen. Und dann vergleicht.

Also? Wer ist hier wichtig? Ihr sicher nicht…

Bis dahin

Ihne Ihrn

Meddi Müller

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Quo Vadis, Homo Sapiens?

Lieb Leser,

Ich will nicht sagen, dass ich ein Menschenfeind bin. Aber ein Freund dieser Spezies bin ich nun auch nicht. Ich fühle mich eher so, dass es mich schon freut, einer zu sein, aber irgendwie schäme ich mich auch dafür. Und das Schlimmste an der ganzen Sache ist, dass es allen Grund dafür gibt, sich zu schämen. Für all die Zerstörung, den Zorn, die Dummheit und Rücksichtslosigkeit …

Wenn wir mal von der weltpolitischen Lage absehen, die mir einen eiskalten Schauer über den Rücken jagt, sollten wir bei unseren alltäglichen Aussetzern beginnen, die Menschheit liebeswerter zu machen. Ich nehme mich da gewiss nicht aus. Wer mich kennt, weiß, dass ich weit von perfekt im Umgang mit den Mitmenschen entfernt bin. Sehr weit … aber das liegt aber auch ein gehöriges Stück daran, dass ich das Gefühl nicht los werde, dass die Menschheit um mich herum teilweise einfach so beschissen scheiße geworden ist, dass ich einfach nicht anders kann, als sie zu verachten.

Wenn ich sehe, dass Möchtegern-Profiradfahrer einen 1,2 Millionen teuren Radweg, der picco bello ist, verschmähen, weil sie nicht mit dem Pöbel auf dem gleichen Radweg fahren wollen. Wenn ich sehe, oder besser gesagt; höre, dass man sich im Kino während des Hauptfilm in voller Lautstärke über belanglosen Mist unterhält und damit den anderen das ohnehin völlig überteuerte Vergnügen zerstört. Wenn ich sehe, dass man parkt, wie man es für richtig hält oder wo es am Nächsten zum Haus ist; egal, ob da jetzt ein RTW oder gar die Feuerwehr durchpasst. Wenn ich sehe, dass Kinder keinerlei Respekt mehr vor Fremden haben und sie behandeln wie ihre Dienstboten. Wenn ich sehe, dass Eltern ihre Kinder im Kaffee mit Sand unter dem Tisch spielen lassen und dem Personal dann sagen, dass sie es wegfegen sollen. Wenn aus allen Ecken und Menschen die Arroganz des Geldes spratzt, nach dem Motto: “Platz da, jetzt kommt der König mit dem dicken Portemonnaie”. Oder wenn das Kindeswohl gefährdet ist, weil jemand ein Kopftuch trägt (oder auch nur halb übergezogen hat). Wenn ich sehe, dass eine Partei, die offensichtlich verfassungsfeindlich ist, mit zweistelligen Prozenten gewählt wird und die Wähler noch nicht mal wissen, welch unfassbare Dummheit sie damit wählen. Wenn ich überall  auf der Welt Ungerechtigkeit und Elend sehe und wir hier gleichzeitig wie die Made im Speck rumjammern, dass wir nicht genug haben …

… bei all dem und noch so viel mehr, könnte ich im Strahl kotzen.

Es ist unerträglich, wie Teile der derzeitigen Generation, die im absoluten Überfluss lebt, rumjammert und nichts … aber auch gar nichts mit seinem Reichtum anfängt, außer sich selbst immer weiter in der Dekadenz zu ersticken. Ich verliere dabei den Glauben an den Sinn der Menschheit. Nur noch Ellenbogen raus und dem anderen in die Fresse, damit der mir nichts vom Manna wegnimmt. Und das in allen Lebenslagen. Wi – der – lich.

Ich will hier nichts verallgemeinern und niemanden in Sippenhaft nehmen. Aber täglich begegnet mir da draußen mindestens ein rücksichtsloses Arschloch und täglich werden es mehr. Denn wenn Arsch und Arsch ein Kind bekommen, sind es automatisch drei Arschlöcher, die die Luft verpesten. Wir sind immer auf der Suche nach dem Sinn des Lebens … ich kenne ihn auch nicht wirklich. Aber eines weiß ich mit Sicherheit: Der Sinn des Lebens ist nicht, dass man rücksichtlos und egoistisch durchs Leben marschiert und dabei nur nach seinem Vorteil sucht.

Ich glaube nämlich, dass der Sinn des Lebens ist, das man MENSCH bleibt. Was das bedeutet, weiß hoffentlich jeder!

Bis dahin

Lesen Sie wohl

Ihne Ihrn

Meddi Müller

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Über das effiziente Nutzen vom exspektativem Verhalten in allen Lebenslagen!

Haben Sie einmal darüber nachgedacht, wie viel Zeit Sie mit Warten verbringen? Sie stehen an der Ampel, Sie warten auf den Bus, Sie warten, bis Ihre Frau aus dem Bad kommt, Sie warten, bis der Morgen kommt, Sie warten auf bessere Zeiten, an der Kasse, beim Arzt, im Aufzug, in der Kneipe aufs Bier,… kurz: Überall!

Haben Sie mal ausgerechnet, wie lange Sie in Ihrem Leben an der Ampel stehen? Nein? Ich schon. Und ich habe nur diese elende Ampel an unserem Ortsausgang mal nachgerechnet. Um aus diesem Kaff mit dem Auto herauszukommen, muss diese Ampel überwunden werden. Und was meinen Sie, welche Farbe an dieser Ampel Standard ist? Klar, rot! Uns das Ding steht satte zwei Minuten auf dieser vermaledeiten Farbe.

Ausgehend davon, dass ich durchschnittlich vier Mal am Tag an dieser roten Ampel stehe, was durchaus realistisch ist, verbringe ich 8 Minuten pro Tag, also insgesamt 2920 Minuten pro Jahr an dieser Ampel, ohne etwas zu tun, außer dumm dazusitzen und auf ein bescheuertes Licht zu starren, welches mich nötigt, stehen zu bleiben. Das sind 48,66 also gerundete 49 Stunden pro Jahr. Ich  wohne seit 2006 hier, das macht dann insgesamt 539 Stunden oder 22,45 Tage in den letzten elf Jahren. Also quasi pro Jahrzehnt verbringe ich über 20 Tage meines Lebens damit vor dieser verkackten Ampel rumzulungern. Das ist doch krank!

Aber, … ich habe eine Lösung gefunden, der Ampel ein Schnippchen zu schlagen und möchte Ihnen dies als Inspiration weitergeben. Wenn wir die Warterei auf Dinge aller Art schon nicht verhindern können, so sollten wir sie wenigstens nutzen. Zum Beispiel heute Morgen beim REWE an der Kasse. Ich stehe da und warte bis ich dran bin. Da höre ich den Satz aus dem Irgendwo: „Dazu sag ich nichts, ich enthalte mich meiner Meinung.“ Da schießt es mir zuerst ins Genick und dann in den Kopf. Ins Genick, wegen des schrecklichen Satzes, der nicht im Spaß gesagt wurde, sondern bitterer Ernst war und dann noch in den Kopf, weil ich mir Gedanken darüber mache, ob man sich seiner Meinung überhaupt enthalten kann. Spontan würde ich sagen: „Nö, … geht nett.” Entweder ich habe eine Meinung oder nicht. Deshalb kann man eine Meinung entweder vertreten oder aber verschweigen. Aber sich der Meinung enthalten… wie soll das gehen? Oder wie sehen Sie das? Kann man sicher seiner Meinung enthalten? Was bedeutet das genau?

Definieren wir erst einmal die Meinung:

Wikipedia sagt: Eine Meinung ist im engeren Sinn die subjektive Ansicht und Einstellung zu Zuständen, Ereignissen oder anderen Personen, ihre wesentliche Aufgabe ist die Bewertung oder Beurteilung, sie sagt aus, wie jemand/etwas sieht.

Ganz klar definiert. Eine subjektive Ansicht oder Einstellung also. Wenn etwas subjektiv ist, dann ist es also ein Werturteil, was ein wesentlicher Bestandteil der Meinung ist. Wenn ich also etwas bewerte, dann Fälle ich ein Urteil. Und ein Urteil ist eine klare Angelegenheit, der man sich nicht enthalten kann.

Definieren wir Enthaltung:

Hier sagt die allwissende Wikipedia: Die Stimmenthaltung ist – wo zulässig – eine Form der Ausübung des Stimmrechts und bedeutet, dass eine Person weder für noch gegen einen Antrag stimmt in der Absicht, weder positiv noch negativ auf das Zustandekommen eines Beschlusses einzuwirken. Bei einer Stimmenthaltung möchte also ein stimmberechtigtes Mitglied für seine Entscheidung keine Verantwortung übernehmen

Mmmmh, … also ist man doch in der Lage sich seiner Meinung zu enthalten, denn eine Meinung ist gleichgesetzt mit einer Entscheidung. Man hat also eine Entscheidung getroffen oder sich eine Meinung gebildet, man will aber dafür keine Verantwortung übernehmen. Ergo, war der Satz gar nicht so falsch.

Aber bescheuert hat sich’s trotzdem angehört! Zumal es keine Absicht war. Eher … Bildungsentfernung.

Während ich mir also darüber so meine eigene Meinung bildete, machte es schwubbs und schon war ich € 11,39 ärmer und durch die Kasse durch. Genial! Ich hatte endlich einen Weg gefunden, mir diese ewige Warterei auf alles und jeden zu einem Werkzeug zu machen. Ich habe quasi diesen Blogeintrag heute Morgen an der Kasse schon geschrieben. Sensationell!! Was für ein Synergieeffekt. Ich sollte mir das patentieren lassen.

Und was lernen wir nun daraus?

Ganz einfach. Am besten heben wir uns alles auf, über das wir schon immer einmal nachdenken wollten und nutzen dann die Zeit, die wir mit Warten verbringen, um über diese aufgehobenen Gedanken nachzudenken. So schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe. Zum einen nutzen wir Wartezeit sinnvoll und gleichzeitig lösen wir das ein oder andere Problem quasi nebenbei.

Und als Drittes und wichtigstes: Wir haben der nerztötenden Ampel am Ortsausgang ihren Schrecken genommen!

Bis dahin

Ihne Ihrn

Meddi Müller

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Von Idioten umzingelt

Geht es Ihnen auch so. Ständig sind Sie genervt von den Menschen um Sie herum, die so dermaßen dumm sind, dass es an Körperverletzung grenzt? Ihnen gehen manche Menschen durch ihre bloße Anwesenheit auf den Zeiger? Sie wollen nicht dieselbe Luft atmen wie dieser Mensch? Sie können diese Fragen mit „Ja“ beantworten?

Dann willkommen im Club!

Es gibt Dinge, die gehen mir tierisch auf den Sack. Es fängt an, mit den Menschen, die am Ende einer Rolltreppe ein Schwätzchen halten. Die sollte man mit der Nase über die Metallzinken der Rolltreppe ziehen, damit sie mal sehen, was das für schöne Verletzungen das verursacht. Die stehen da und merken nichts, und die ganze Bande auf der Rolltreppe stolpert sich eins. Das macht mich rasend.

Konfirmation im Hause Müller. Es war ein wunderbarer Tag. Alles hat gepasst. Gutes Wetter, guter Pfarrer, selbst der (pubertierende!) Junge war gut drauf. Alles war super.

Aber ein Idiot, war wieder dabei. Da bittet der Pfarrer an Beginn des Gottesdienstes (schlimm genug, dass er das tun muss) darum die Handys auszuschalten. Und genau in dem Moment (kein Witz!!) klingelt hinter mir ein Handy. Ist das auszuhalten? Nein, auf keinen Fall. Da bekommt man Gewaltfantasien, obwohl man in der Kirche sitzt.

Doch damit nicht genug!

Da gibt es doch tatsächlich Angehörige, die zu spät in die Kirche kommen und randalierend die Tür öffnen. Das ist doch kein Kino, Herrschaften! Kann man denn noch nicht mal bei so einer Zeremonie, die für das Kind einschneidend ist, pünktlich sein? Hatten die Gedacht, die Werbung läuft noch? Haben die sich erst noch Popcorn geholt?

Überall sind diese Menschen, die mich permanent mit ihren Marotten und egoistischen Verhaltensmustern an den Rand eines Amoklaufes treiben. Entweder sie fahren zu langsam vor mir her, oder sie bremsen 600 Meter vor der grünen Ampel, denn die könnte ja bald rot werden. Oder sie gehen durch eine Tür, ohne nach hinten zu schauen, ob da eventuell noch jemand durchgehen möchte. Oder sie fahren einen Citybus, was das Schlimmste von allem ist.

Überall wird gerempelt, gepöbelt, gemeckert. Keiner nimmt merh Rücksicht, jeder will der erste sein und das Meiste haben.

Da gibt es die Typen, die über einen für Radfahrer gesperrten Weg mit dem Fahrrad fahren und meckern, dass da Fußgänger im Weg stehen…

… verdammt, der Typ war ich. Ich habe es nicht gewusst, ehrlich! Ich schwör’s!

Oh mein Gott, es ist ansteckend.

Mist, jetzt bin ich auch so einer. Es ist wie mit Zombies. Wenn man gebissen wird, mutiert man. Oder ist es vielleicht so, dass wir alle ab und zu mal ein bisschen doof sind? Okay, ich gebe zu, ich rege mich gerne auf. Sehr gerne sogar. Wenn man aber mal darüber nachdenkt, kommt man schnell darauf, dass wir alle mal nerven. Egal ob mit Absicht oder nicht. Denn wir sind nun mal überbevölkert. Da wird es eng.

Was ich nur sagen wollte: Wir sollten ein wenig mehr nach den anderen schauen, ob wir sie vielleicht nerven mit unserem Verhalten. Ich denke, dass es allen hilft, ein wenig mehr an des große Ganze zu denken und nicht immer nur an sich selbst. Denn nur so besteht die Hoffnung, dass wir die kommende Überbevölkerung durchstehen können. Ich habe ein wenig Hoffnung für die Menschheit,… außer vielleicht für die Citybus Fahrer. Das wird nie was! Aber das, ist eine anderes Thema!

Bis dahin

lesen Sie wohl

Ihne Ihrn

Meddi Müller

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Vorschlag zur Reformation unseres Schulsystems

Liebe Leser,

sicherlich haben Sie bemerkt, dass es in unserem Schulsystem krankt. Es brechen immer mehr Schüler frühzeitig ab, die Durchfallquote steigt, die Sitzenbleiber bilden eigene Klassen und ohne Abitur hat man heutzutage zu kämpfen, um eine Stelle als Pförtner zu bekommen. Nichts gegen Pförtner, es ist ein ehrenwerter Beruf, der von ehrenwerten Menschen ausgeübt wird. Aber jetzt mal ehrlich: so geistig fordernd ist das ja nun wirklich nicht und wird doch gerne von bildungsfernen Bürgern ausgeübt.

Man könnte ja jetzt sagen, wir verkleinern die Klassen, stellen mehr Lehrer ein, reduzieren das Verteidigungsbudget zu Gunsten der Bildung, motivieren Lehrer wie Schüler über ein Bonussystem, gehen weg vom Frontalunterricht und hin zur Erlebnispädagogik, verbessern die methodische und didaktische Ausbildung der Lehrer und modernisieren das Lehrmaterial, fördern Hochbegabte anstatt sie mit Ritalin vollzustopfen und helfen den doofen weniger doof zu sein, indem sie Einzelbetreuung bekommen. Nur um mal einen Anfang zu machen.

Nein, liebe Leser, das wäre zu einfach. Hier mein Vorschlag:

  • Frühförderung des ungeborenen Kindes durch ständige Beschallung mit mindestens drei Fremdsprachen, direkt nach der Befruchtung der Eizelle.
  • Bei der Geburt muss mindestens ein Arzt dabei sein, der im Ausland studiert hat, um seine internationale Erfahrung direkt nach Verlassen des Geburtskanals in das Kind zu projizieren.
  • Sofort nach der Geburt, kommt das Kind in eine staatlich geförderte Betreuungseinheit und belegt dort Kurse wie „Unterwasserfrühfranzösisch“ und „Excelkurse für angehende Akademiker unter Bedingungen der Schwerelosigkeit“, sowie den Führungskurs „Zügiges Kartoffelschälen durch Delegierung“.
  • Jedes Kind muss von Geburt an mindestens zwei Mal pro Woche in einen Selbstbehauptungskurs, um auf die Konkurrenzsituation in der Arbeitswelt vorbereitet zu werden.
  • Spielen wird verboten, damit das Kind sofort merkt, dass das Leben kein Ponyhof ist, sondern nur die Harten in den Garten kommen. Wahlweise kann man hier Mobbingkurse für angehende Führungskräfte einflechten oder…
  • … die dadurch gewonnene Zeit, für Grundkurse der Börsennotation und Wirtschaftsrechtskunde nutzen.
  • In den Schulen werden nur die Eliten gefördert. Die Zugehörigkeit wird durch wöchentliche Tests überprüft.
  • Alle dadurch enttarnten Dummköpfe kommen in eine eigene Klasse. Dies wird dann im Zeugnis vermerkt, um die Arbeitgeber vor diesen Faulenzern zu warnen. Dadruch können sie später besser für Jobs wie z.B. Krabbenschäler, Klofrauen oder Unterwasserschiffslackierer Zwangsrekrutiert werden.
  • Nichtangepasste Kinder kommen ins Heim!
  • Deren Eltern in den Knast!
  • Eltern erhalten einen wöchentlichen Statusbericht mit Prognose für die berufliche Entwicklung ab dem Kindergarten, um frühzeitig Gegenzusteuern, sollte das Kind einen eigenen Willen entwickeln.
  • Kinder, die auffällig werden durch ekelhaft kindstypisches Verhalten wie z.B. Fußballspielen, Singen, Lachen, bekommen die Gehirnwäsche CD, besprochen von Heino mit dem Titel „Wer fröhlich ist, der schadet sich.“

Alternativ dazu habe ich folgenden Vorschlag:

Wir akzeptieren unsere Kinder, wie sie sind und helfen ihnen, wo wir können, schaffen die Hausaufgaben ab und lassen sie mehr erleben und fördern ihre natürliche Neugierde, unterstützen sie in ihrem Berufswunsch, ob Astronaut oder Straßenkehrer und sorgen dafür, dass sie einfach glücklich sind.

Bis dahin

Ihne Ihn

Meddi Müller

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Der Eierschalensollbruchstellenverursacher als Leitfaden für weibliche Empathie der männlichen Denkweise!

Heute möchte ich einmal nicht über weltliche Themen, die mich und viele normaldenkende dieses Planeten beschäftigen schwadronieren, sondern der weiblichen Klientel meiner Leserschaft einen Leitfaden für das bessere Verständnis der Denkweise der männlichen Ausgabe unserer Spezies mitgeben. Um das zu erreichen, nehmen wir als Beispiel den Eierschalensollbruchstellenverursacher. Diese geniale Erfindung löst bei meiner Frau immer wieder ungläubiges Kopfschütteln aus. Wie kann man nur so einen Quatsch kaufen?

Bevor ich diese Frage ausgiebig beantworte, möchte ich zunächst einmal erklären, was ein Eierschalensollbruchstellenverursacher eigentlich ist. Das Gerät sieht nicht nur elegant aus, nein, es ist auch Sinnbild männlicher Denkweise.

Beim Eierschalensollbruchstellenverursacher handelt es sich um ein metallisches Gerät, mit dem man sein Frühstücksei Köpfen kann. Ich gehöre zu der Sorte Mensch, die ihr Ei köpft.  Das Gegenstück zu meiner Methode ist, … das Aufklopfen. An dieser Stelle der Hinweis: Einmal Klopfen genügt in der Regel. Das ist ein Ei und keine Trommel!

Zurück zum Thema. Der Eierschalensollbruchstellenverursacher sieht aus, wie eine zu klein geratene Tauchglocke mit einer Antenne. Auf dieser „Antenne“ befindet sich eine Stahlkugel. Die „Tauchglocke“ setzt man auf sein Ei (passt perfekt), dann hält man den Eierschalensollbruchstellenverursacher mit der einen Hand oben fest, hebt die Kugel entlang der Antenne nach oben und lässt sie Fallen. Uuuund Zack,… hat man eine Sollbruchstelle in der Eierschale. Man greift nun das Ei, drückt entlang der Sollbruchstelle vorsichtig mit den Fingern und hebt den so geschaffenen Deckel ab. Wahlweise kann man auch an der entstandenen Sollbruchstelle das Messer ansetzen und das Ei aufschneiden. Zum Vorschein kommt das perfekt geöffnete Ei. Sieht aus, wie aus dem Ei gepellt.

Wahnsinn! So schnell kann man(n) das perfekte Frühstückseiöffnungserlebnis genießen.

Meine Frau versteht das nicht. Ich denke, viele andere Frauen werden das auch nicht verstehen. Da ich ja mit meinen Gedankengängen auch die ein oder andere Frau erreiche, möchte ich zu folgender einfacher Erklärung kommen:

Es gilt in der Regel der Leitsatz: Wir brauchen es nicht, aber wir wollen es haben!

Männer sind so! Wer braucht einen Eierschalensollbruchstellenverursacher? Wer braucht einen ferngesteuerten Minihubschrauber? Warum wird man verrückt, wenn die Fußballmannschaft verliert, bei der man noch nicht mal mitspielt? Warum erfreut man sich an einem gut klingenden Rülpser? Warum wollen Männer weniger reden als Frauen und immer nur das Eine?

Ganz einfach: Weil wir so sind!

Ihr Frauen mögt ja intelligenter, multitaskingfähiger, schöner, kultivierter und insgesamt auch besser sein als wir Männer. Aber wir sind glücklich, so wie wir sind. Selig sind die geistig Armen! Am wohlsten fühlen wir uns, wenn wir an den Kleinigkeiten des Lebens kindliche Freude erleben.

Wie eben an einem Eierschalensollbruchstellenverursacher. Allein das Wort ist schon ein Sinnbild für Männlichkeit. Das hört sich nach unheimlich komplizierter Wissenschaft an.

Natürlich könnte ich mein Ei mit dem Messer Köpfen oder es mit dem Löffeln zertrümmern. Will ich aber nicht! Ich will eine Sollbruchstelle mit meinem Werkzeug verursachen und das Ei an der von mir geschaffenen Sollbruchstelle öffnen. Das hat was animalisch Überlegenes! Versteht ihr? Das ist umständlich und kompliziert. Das macht mich stolz. Es ist schön!

Was ich eigentlich sagen wollte: Versucht erst gar nicht uns zu verstehen, meine Damen. Wir haben es doch auch schon vor Generationen aufgegeben, euch zu ergründen. Es bringt nix. Männer sind so, FERTIG! Wenn ihr das begriffen habt, sind wir gar nicht so schwer zu ertragen.

Bis dahin

lesen Sie wohl

Ihne Ihrn

Meddi Müller

P.S.: So sieht das Ding aus!

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Die Freundschaft

Zuneigung und Sympathie,
Vertrauen und Treue.
Das, ist die Freundschaft.

Der Freund fragt nicht, er handelt.
Er zögert nicht.
Ist da.
Immer.
Tag wie Nacht.

Das unsichtbare Band des Vertrauens
kettet ihn an mich.
Im Geiste vereint.
In Fürsorge verbunden.

Die Freundschaft macht den Mensch.
Doch sie hungert,
nach Pflege,
nach Gegenseitigkeit,
nach Vertrauen
und Kraft.

Sie stirbt.
Durch Untreue,
Zeit und Ferne.
Sie ist zerbrechlich,
Sensibel und Fein.

Wird sie nicht gepflegt,
welkt sie langsam und fast unbemerkt.
Sie schrumpft zur Sympathie und stirbt als
Gleichgültigkeit

Für viele nur ein Wort
Falsch benutzt und gezählt.
Wie ein Pokal empor gehoben.
Ungerecht zerbrüllt durch
falsche Werte.

Oft verkannt.
Meist im Schatten.
Zu normal,
um ihren wahren Wert zu sehen.

Fangt sie ein!
Haltet sie fest!
Seid behutsam!
Hebt sie hoch,
hinauf in alle Höhen!
Denn dort gehört sie hin …

…  die Freundschaft

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